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Durch die gesamte Menschheitsgeschichte quält sich der Mensch immer wieder mit der Frage, was der Sinn seiner Existenz ist. Philosophen haben vergeblich versucht, dem Leben irgendeinen Sinn zu geben, und sind kläglich gescheitert, denn sie haben ihr Gedankengebäude auf brüchigen Fundamenten errichtet. Und so fragt sich der Einzelne weiterhin, was der Sinn des Lebens sein mag. Gibt es irgendeine Bestimmung für mich persönlich, fragen sich viele Menschen, ohne wirklich darauf eine Antwort zu finden. Viele Menschen meinen, dass dieses Leben alles ist und dass mit dem Tod alles schließlich ein Ende hat. Sie wissen einfach nicht, dass Gott schon vor langer Zeit den Sinn des Lebens in seinem geschriebenen Wort offenbart hat. Gottes Wort hat auf unsere Fragen eine klare Antwort, die auf einer festen Grundlage beruht, die nicht erschüttert werden kann. Jesus Christus allein ist das Fundament, der feste Grund, auf dem wir sicher erbaut werden, durch sein Evangelium. Er ist der Fels, das Glaubensfundament, auf dem alles beruht, einen anderen Grund, ein anderes Fundament kann niemand legen, als das gelegt ist. In Jesus Christus allein haben wir als Christi Nachfolger ein Glaubensfundament, das nicht erschüttert werden kann. Paulus schreibt den Korinthern: „Nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe ich den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus (1. Korinther 3, 10-11). Die Bibel, von 1. Mose 1, 1 bis Offenbarung 22, 21, ist das vollendete, von Gott inspirierte Wort an den Menschen. Die Bibel zeigt auf, was der Sinn des menschlichen Daseins ist. Es ist ein von Gott bestimmter Sinn des Lebens, der sich dem Menschen nur durch den Heiligen Geist erschließt. Dem rebellischen menschlichen Geist bleibt Gottes Wahrheit jedoch verschlossen. Er vermag wohl zum Teil zu begreifen, was ein Text aussagt, nur vermag er es nicht im Glauben anzunehmen und danach im Glauben zu handeln.

Wenn wir uns die Frage stellen: Was ist der Mensch und der Sinn seiner Existenz? So haben wir eigentlich die Frage gestellt, auf die kein Mensch von sich aus eine Antwort weiß. Kein Philosoph hat von sich aus je die eigentliche Antwort auf die Frage gefunden, warum wir existieren. Der Mensch kann die Frage nicht beantworten, warum er existiert, weil die Antwort nur aus Gottes Wort erfahrbar ist. Wir können also nicht aus uns selbst die Existenzfrage lösen, sondern nur durch den Geist Gottes der uns die Wahrheit der Bibel aufschließt. Gottes Weisheit kann ausschließlich durch den Heiligen Geist erfahren werden. Es ist der Geist Christi, der uns in alle Wahrheit leitet. Wir lesen in der Schrift: „Denn die da fleischlich sind, sinnen auf das, was des Fleisches ist; die aber geistlich sind, sinnen auf das, was des Geistes ist. Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. Denn die Gesinnung des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott, weil sie dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn sie vermag es auch nicht. Die aber im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen. Ihr aber seid nicht Fleisch, sondern im Geist, wenn anders Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen“ (Römer 8, 5-10).

Wer den Geist Christi nicht hat, der ist nicht sein, gehört nicht zu Christus, ist mit anderen Worten kein Christ. Der ichhafte Sinn des Menschen ist Gott gegenüber feindlich gesinnt. Die Schrift zeigt uns dass die Weisheit Gottes alles übertrifft, was der Mensch sich über die Seinsfrage stellen mag. Denn was Gott für den Menschen vorgesehen hat, die ihn lieben, ist niemandem je in den Sinn gekommen! Gottes Wahrheit, seine Weisheit kann nicht mit den menschlichen Sinnesorganen entdeckt werden und ebenso wenig mit dem Verstand, durch rationales Denken. Die errettende Weisheit, die für rein menschliche Weisheit nicht erkennbar ist, wird uns von Gott offenbart. Wenn wir es erkennen, so ist es allein auf Gottes Erbarmen zurückzuführen, weil er uns in seiner Gnade angenommen hat durch das Opfer seines Sohnes, Jesus Christus. Offenbarung und Inspiration empfingen die Schreiber der Bibel durch den Heiligen Geist. Nur durch den Heiligen Geist hat uns Gott seine rettende Wahrheit zu erkennen gegeben. Durch den Geist Gottes werden wir zu wiedergeborenen Kindern Gottes und zu einer neuen Kreatur in Christus. Die Wahrheit und Weisheit Gottes kann nur in einem gläubigen, demütigen Geist empfangen werden. Durch den Heiligen Geist können wir das geschriebene Wort Gottes verstehen und seine tiefe Bedeutung erkennen.

Der Geist des Menschen, der ihn befähigt, Dinge rational zu durchdenken, die im physischen Bereich liegen, macht es ihm möglich, seine Umwelt zu gestalten und zu beherrschen. Es beinhaltet, schöpferische Gaben seines Intellekts zu benutzen um zu Lösungen für seine verschiedenen physischen und materiellen Probleme zu gelangen. Darin erschöpft sich seine ganze Fähigkeit. Der Geist Gottes ergründet das, was das Wort Gottes die Tiefen Gottes nennt. Es ist eine tiefe Erkenntnis dessen, was Gott in seiner Allmacht für den Menschen als Bestimmung vorgesehen hat. Wenn also nun allein der Geist Gottes Gott ergründen kann, was kann dann der natürliche Mensch tun, der durch seinen Intellekt, den menschlichen Geist, Gott nicht zu erkennen vermag?

Der natürliche Mensch vermag geistliche Dinge nicht zu ergründen, es ist ihm unmöglich. Es wird auch die höchste Intelligenz hier versagen. Warum? Weil der Mensch durch und durch eitel ist und all sein Streben und Denken sich nur um sich selbst dreht. Es widerstrebt ihm, eine höhere Macht über sich zu haben. Die Gesinnung des Menschen besteht aus Feindschaft gegen Gott. Es ist ihm lächerlich, an das zu glauben, was in der Bibel zum Ausdruck kommt. Es ist für ihn sogar peinlich, den Namen Jesus Christus auszusprechen in der Gegenwart anderer Menschen, geschweige denn einen Stand einzunehmen, der in der Bibel begründet und fundiert ist. Darum sagt auch Paulus: „Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Weltstreiter dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt die zu retten, die glauben“ (1. Korinther 1, 20-21). Der natürliche Mensch, der ohne Gottes Geist sein Leben führt, kann nichts von Gottes Geist vernehmen. Er hat lediglich seinen eigenen menschlichen Geist, der ihn befähigt, die Dinge zu vollbringen, die im physischen Bereich liegen. Der Mensch ist auf seine eigene Ebene begrenzt. „Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geiste Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; weil es geistlich beurteilt werden muß“ (1. Korinther 2, 14).

Die geistliche Beurteilung, die allein aus dem Heiligen Geist kommt, ist im natürlichen, ichhaften Menschen nicht vorhanden. Der natürliche Mensch geht seine eigenen Wege. Diese eigenen Wege mögen sogar einen hohen moralischen Wert darstellen, und aus eigener Erfahrung als gut befunden werden, dennoch sind sie aus biblischer Sicht fleischlich motiviert. Gottes Wort kann man also nicht mit einer fleischlichen Gesinnung verstehen, auch wenn man sich noch so bemühen würde. Der Mensch ist vergänglich sterblich. Und so kommt man wieder auf die Seins Frage zurück. „Ein Mensch in seiner Herrlichkeit kann nicht bleiben, sondern muss davon wie das Vieh“ (Psalm 49, 21). Luther 1984. Es gibt keinen Unterschied: die ganze Schöpfung - alles - ist dem Tod und Verfall unterworfen.

   
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